Читаем Ökonomisch-philosophischen Manuskripte [MEGA-2] полностью

Der Mensch ist unmittelbar Naturwesen. Als Naturwesen und als lebendiges Naturwesen ist er theils mit natürlichen Kräften, mit Lebenskräften ausgerüstet, ein thätiges Naturwesen, diese Kräfte existiren in ihm als Anlagen und Fähigkeiten, als Triebe; theils ist er als natürliches, leibliches, sinnliches, gegenständliches Wesen ein leidendes, bedingtes und beschränktes Wesen, wie es auch das Thier und die Pflanze ist; d.h. die Gegenstände seiner Triebe exis||tiren ausser ihm, als von ihm unabhängige Gegenstände; aber diese Gegenstände sind Gegenstände seines Bedürfnisses zur Bethätigung und Bestätigung seiner Wesenskräfte unentbehrliche, wesentliche Gegenstände. Daß der Mensch ein leibliches, Naturkräftiges, lebendiges, wirkliches, sinnliches Gegenständliches Wesen ist, heißt, daß er wirkliche, sinnliche Gegenstände zum Gegenstand seines Wesens, seiner Lebensäusserung hat oder daß er nur an wirklichen sinnlichen Gegenständen sein Leben äussern kann. Gegenständlich, natürlich, sinnlich sein und sowohl Gegenstand, Natur, Sinn ausser sich haben oder selbst Gegenstand, Natur, Sinn für ein drittes sein ist identisch. Der Hunger ist ein natürliches Bedürfniß; er bedarf also einer Natur ausser sich, eines Gegenstandes ausser sich, um sich zu befriedigen, um sich zu stillen. Der Hunger ist das gestandne Bedürfniß meines Leibes nach einem ausser ihm seienden, zu seiner Integrirung und Wesensäusserung unentbehrlichen Gegenstand. Die Sonne ist der Gegenstand der Pflanze, ein ihr unentbehrlicher, ihr Leben bestätigender Gegenstand, wie die Pflanze Gegenstand der Sonne ist, als Aüsserung von der Lebenserweckenden Kraft der Sonne, von der gegenständlichen Wesenskraft der Sonne.

Ein Wesen, welches seine Natur nicht ausser sich hat, ist kein natürliches Wesen, nimmt nicht Theil am Wesen der Natur. Ein Wesen, welches keinen Gegenstand ausser sich hat, ist kein gegenständliches Wesen. Ein Wesen, welches nicht selbst Gegenstand für ein drittes Wesen ist, hat kein Wesen zu seinem Gegenstand, d.h. verhält sich nicht gegenständlich, sein Sein ist kein Gegenständliches. ||XXVII| Ein ungegenständliches Wesen ist ein Unwesen.

Sezt ein Wesen, welches weder selbst Gegenstand ist, noch einen Gegenstand hat. Ein solches Wesen wäre erstens das einzige Wesen, es existirte kein Wesen ausser ihm, es existirte einsam und allein. Denn sobald es Gegenstände ausser mir giebt, so bald ich nicht allein bin, bin ich ein andres, eine andre Wirklichkeit als der Gegenstand ausser mir. Für diesen 3ten Gegenstand bin ich also eine andre Wirklichkeit als er, d.h. sein Gegenstand. Ein Wesen, welches nicht Gegenstand eines andren Wesens ist, unterstellt also, daß kein gegenständliches Wesen existirt. Sobald ich einen Gegenstand habe, hat dieser Gegenstand mich zum Gegenstand. Aber ein ungegenständliches Wesen ist ein unwirkliches, unsinnliches, nur gedachtes, d.h. nur eingebildetes Wesen, ein Wesen der Abstraktion. Sinnlich sein, d.h. wirklich sein, ist Gegenstand des Sinns sein, sinnlicher Gegenstand sein, also sinnliche Gegenstände ausser sich haben, Gegenstände seiner Sinnlichkeit haben. Sinnlich sein ist leidend sein.

Der Mensch als ein gegenständliches sinnliches Wesen ist daher ein leidendes und weil sein Leiden empfindendes Wesen, ein leidenschaftliches Wesen. Die Leidenschaft, die Passion ist die nach seinem Gegenstand energisch strebende Wesenskraft d[es] Menschen.

Aber der Mensch ist nicht nur Naturwesen, sondern er ist menschliches Naturwesen; d.h. für sich selbst seiendes Wesen, darum Gattungswesen, als welches er sich sowohl in seinem Sein als in seinem Wissen bestätigen und bethätigen muß. Weder sind also die menschlichen Gegenstände die Naturgegenstände, wie sie sich unmittelbar bieten, noch ist der menschliche Sinn, wie er unmittelbar ist, gegenständlich ist, menschliche Sinnlichkeit, menschliche Gegenständlichkeit. Weder die Natur – objektiv – noch die Natur subjektiv ist unmittelbar dem menschlichen Wesen adaequat vorhanden.

Und wie alles Natürliche entstehn muß, so hat auch der Mensch seinen Entstehungsakt d[ie] Geschichte, die aber für ihn, eine gewußte und darum als Entstehungsakt mit Bewußtsein sich aufhebender Entstehungsakt ist. Die Geschichte ist die wahre Naturgeschichte d[es] Menschen. — (Darauf zurückzukommen.) |

| Drittens, weil dieß Setzen der Dingheit selbst nur ein Schein, ein dem Wesen der reinen Thätigkeit widersprechender Akt ist, muß es auch wieder aufgehoben, die Dingheit geläugnet werden.

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Thomas Sowell

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