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Das Recht der Grundeigenthümer leitet seinen Ursprung vom Raub. Say. t. I, p. 136, not. Die Grundeigenthümer lieben, wie alle Menschen da zu ärnten, wo sie nicht gesät haben und sie verlangen eine Rente selbst für das natürliche Produkt der Erde. Smith. t. I, p. 99.

«Man könnte sich vorstellen, die Grundrente sei nur der Gewinn des Capitals, welches der Eigenthümer zur Verbesserung des Bodens benuzt hat. …Es giebt Fälle, wo die Grundrente dieß zum Theil sein kann… aber der Grundeigenthümer fordert 1) eine Rente selbst für die nicht verbesserte Erde und was man als Interesse oder Gewinn auf die Verbesserungskosten betrachten kann, ist meistens nur eine Zuthat \ Addition zu dieser primitiven Rente, 2) überdem sind diese Verbesserungen nicht immer mit d[en] fonds der Grundeigenthümer gemacht, sondern manchmal mit denen des Pächters: nichtsdestoweniger, wenn es sich darum handelt die Pacht zu erneuern, verlangt der Grundeigenthümer gewöhnlich eine solche Erhöhung der Rente, als wenn alle diese Verbesserungen mit seinen eignen fonds gemacht wären. 3) Ja er verlangt manchmal selbst eine Rente für das, was durchaus unfähig der geringsten Verbesserung durch Menschenhand ist.» Smith. t. I, p. 300, 301.

Smith führt als Beispiel für leztern Fall das Salzkraut (Seekrapp – salicorne) an, «eine Art von Seepflanze, welche nach der Verbrennung ein alkalisches Salz giebt, womit man Glas, Seife etc machen kann. Es wächst in Großbrittannien, vorzüglich in Schottland an verschiednen Plätzen, aber nur auf Felsen, die unter der Ebbe und Fluth liegen, (hohen Fluth, marée) 2mal des Tags durch die Seewellen bedeckt sind und deren Produkt also niemals durch die menschliche Industrie vermehrt worden ist. Dennoch verlangt der Eigenthümer eines solchen Grundstücks, wo diese Art von Pflanze wächst, eine Rente, ebenso gut wie von Getreideboden. In der Nähe der Inseln von Shetland ist das Meer ausserordentlich reich. Ein grosser Theil ihrer Einwohner ||II| lebt vom Fischfang. Um aber Gewinn vom Meerprodukt zu ziehn, muß man eine Wohnung auf dem benachbarten Lande haben. Die Grundrente steht im Verhältniß nicht zu dem, was der Pächter mit der Erde, sondern zu dem, was er mit der Erde und dem Meer zusammen machen kann.» Smith. t. I, p. 301, 302.

«Man kann die Grundrente als das Produkt der Naturmacht betrachten, deren Gebrauch der Eigenthümer dem Pächter leiht. Dieß Produkt ist mehr oder weniger groß je nach dem Umfang dieser Macht oder in andern Worten, nach dem Umfang der natürlichen oder künstlichen Fruchtbarkeit der Erde. Es ist das Werk der Natur, welches übrig bleibt nach Abziehung oder nach der Balance alles dessen, was man als das Werk d[es] Menschen betrachten kann.» Smith, t. II, p. 377, 78.

«Die Grundrente als Preiß betrachtet, den man für den Gebrauch der Erde zahlt, ist also natürlich ein Monopolpreiß. Sie steht durchaus nicht im Verhältniß zu den Verbesserungen, die der Grundeigenthümer an die Erde gewandt hat, oder mit dem, was er nehmen muß, um nicht zu verlieren, sondern mit dem, was der Pächter möglicher Weise geben kann, ohne zu verlieren.» t. I, p. 302. Smith.

«Von den 3 produktiven Klassen ist die der Grundeigenthümer diejenige, der ihre Revenu weder Arbeit noch Sorge kostet, sondern der sie so zu sagen von selbst kömmt, und ohne daß sie irgend eine Einsicht oder einen Plan hinzu thut.» Smith, t. II, p. 161.

Wir haben schon gehört, daß die Quantität [der] Grundrente von dem Verhältniß der Fruchtbarkeit des Bodens abhängt.

Ein andres Moment ihrer Bestimmung ist die Lage.

«Die Rente wechselt nach der Fruchtbarkeit der Erde, welches auch immer ihr Produkt sei, und nach der Lage, welches auch immer die Fruchtbarkeit sei.» Smith. t. I, p. 306.

«Sind Ländereien, Minen, Fischereien von gleicher Fruchtbarkeit, so wird ihr Produkt im Verhältniß zur Ausdehnung der Capitalien stehn, welche man zu ihrer Cultur und Exploitation anwendet, wie zu der mehr ||III| oder minder geschickten Weise der Anwendung der Capitalien. Sind die Capitalien gleich und gleichgeschickt angewandt, so wird das Product im Verhältniß zur natürlichen Fruchtbarkeit der Ländereien, Fischereien und Minen stehn.» t. II, p. 210.

Diese Sätze von Smith sind wichtig, weil sie bei gleichen Productionskosten und gleichem Umfang die Grundrente auf die grössere oder kleinere Fruchtbarkeit der Erde reduciren; also deutlich die Verkehrung der Begriffe in der Nationalökonomie bewiesen, welche Fruchtbarkeit der Erde in eine Eigenschaft des Grundbesitzers verwandelt.

Betrachten wir aber nun die Grundrente, wie sie sich im wirklichen Verkehr gestaltet.

Die Grundrente wird festgesezt durch den Kampf zwischen Pächter und Grundeigenthümer. Ueberall in der Nationalökonomie finden wir den feindlichen Gegensatz der Interessen, den Kampf, den Krieg als die Grundlage der gesellschaftlichen Organisation anerkannt.

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Thomas Sowell

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