Читаем Ökonomisch-philosophischen Manuskripte [MEGA-2] полностью

Zu den ersten Heften der «Deutsch-Französischen Jahrbücher» gehörte Engels’ Artikel «Umrisse zu einer Kritik der Nationalökonomie». Engels stellte fest: «Der einzig positive Fortschritt, den die liberale Oekonomie gemacht hat, ist die Entwicklung der Gesetze des Privateigenthums.» (Deutsch-Französische Jahrbücher. Lfg. 1/2. Paris 1844. S. 89.) Von der Position der Arbeiterklasse aus unterwarf er Grundkategorien der bürgerlichen politischen Ökonomie einer ersten Kritik. Allerdings sind aus der Zeit der Tätigkeit an den «Deutsch-Französischen Jahrbüchern» keine Äußerungen von Marx über den Wert der Engelsschen Arbeit überliefert. Außerdem konspektierte Marx diesen Artikel erst nach der Niederschrift des Heftes I der «Ökonomisch-philosophischen Manuskripte». Doch muß Engels’ Beitrag wichtige Impulse für Marx’ Orientierung auf das Studium der bürgerlichen politischen Ökonomie vermittelt haben.

Wenn Marx bis Mai 1844 intensiv an einer Geschichte des Konvents arbeitete, könnte der Aufstand der schlesischen Weber vom 4. bis 6. Juni 1844 und die schlagartig einsetzende Diskussion über die Ursachen und Konsequenzen dieser Erhebung des Proletariats ihn veranlaßt haben, die Untersuchung über den Konvent abzubrechen und mit dem intensiven Studium der bürgerlichen politischen Ökonomie zu beginnen.

Marx bezeichnete 1844 die bürgerliche politische Ökonomie als Nationalökonomie. Die englischen und französischen bürgerlichen Ökonomen bevorzugten den Begriff «political economy» bzw. «économie politique», und auch Marx hatte noch in den «Deutsch-Französischen Jahrbüchern» zur Charakterisierung des unterschiedlichen Entwicklungsstandes von Frankreich und England im Verhältnis zu Deutschland von politischer Ökonomie im Gegensatz zur Nationalökonomie gesprochen (siehe S. 174.32 – 36). Dagegen verwandte er in den vorliegenden Manuskripten wie auch in der «Heiligen Familie» für die bürgerliche politische Ökonomie den Begriff Nationalökonomie. Das hatte Engels auch in den «Umrissen zu einer Kritik der Nationalökonomie» getan, aber dort bereits Kritik an diesem Begriff geübt (A.a.O. S. 90).

Marx begann das systematische Studium der Ökonomie mit Exzerpten aus Says «Traité d’économie politique» (MEGA2 IV/2. S. 301 – 327). Say wollte die Ansichten von Smith systematisieren, erläutern und ergänzen, wurde aber damit zum Begründer der Vulgärökonomie in Frankreich. Marx folgte zunächst der Gliederung von Say: Produktion, Distribution und Konsumtion des Reichtums. Im weiteren exzerpierte er aus dem Teil «Épitome des principes fondamentaux de l’économie politique», ein von Say zusammengestellter Index von ökonomischen Kategorien, alphabetisch geordnet. Marx jedoch gliederte seine Auszüge nach den ebenfalls von Say vorgeschlagenen methodischen Gesichtspunkten: «I. Principes qui ont rapport à la nature et à la circulation des richesses», «II. Principes qui ont rapport au phénomène de la production», «III. Source et distribution des Revenues», «IV. Principes qui ont rapport au phénomène de la consommation» (ebenda. S. 316 – 327). Zu den beiden ersten ökonomischen Kategorien «Propriété» und «Richesse» verfaßte Marx einen kritischen Kommentar. Vor allem seine Bemerkungen über den Zusammenhang zwischen Privateigentum und bürgerlicher politischer Ökonomie (siehe ebenda. S. 316 und 319) zeigen Parallelen zu Aussagen von Engels in den «Umrissen zu einer Kritik der Nationalökonomie». Ähnliche Einschätzungen konnte Marx auch bei einigen utopischen Sozialisten finden, so in der Schrift von Enfantin «Économie politique et politique».

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Thomas Sowell

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