Читаем Ökonomisch-philosophischen Manuskripte [MEGA-2] полностью

«Gold? kostbar, flimmernd, rothes Gold? Nein, Götter!Nicht eitel fleht’ ich.So viel hievon macht schwarz weiß, häßlich schön;Schlecht gut, alt jung, feig tapfer, niedrig edel.Dieß lockt… den Priester vom Altar;Reißt Halbgenesnen weg das Schlummerkissen:Ja dieser rothe Sklave löst und bindetGeweihte Bande; segnet den Verfluchten;Er macht den Aussatz lieblich, ehrt den Dieb,Und giebt ihm Rang, gebeugtes Knie und Einfluß,Im Rath der Senatoren: dieser führtDer überjähr’gen Wittwe Freier zu;Sie von Spital und Wunden giftig eiterndMit Ekel fortgeschickt, verjüngt balsamischZu Maienjugend dieß. Verdammt Metall,Gemeine Hure du der Menschen, dieDie Völker thört.»

Und weiter unten:

«Du süsser Königsmörder, edle ScheidungDes Sohns und Vaters! glänzender BesudlerVon Hymens reinstem Lager! tapfrer Mars!Du ewig blüh’nder zartgeliebter Freier,Deß rother Schein den heil’gen Schnee zerschmelztAuf Dianas reinem Schoos! sichtbare Gottheit,Die du Unmöglichkeiten eng verbrüderst,Zum Kuß sie zwingst! du sprichst in jeder Sprache, ||XLII| Zu jedem Zweck! o du der Herzen Prüfstein!Denk, es empört dein Sklave sich, der Mensch!Vernichte deine Kraft sie all verwirrend,Daß Thieren wird die Herrschaft dieser Welt!»

Shakespeare schildert das Wesen des Geldes trefflich. Um ihn zu verstehn, beginnen wir zunächst mit der Auslegung der göthischen Stelle.

Was durch das Geld für mich ist, was ich zahlen, d.h., was das Geld kaufen kann, das bin ich, der Besitzer des Geldes selbst. So groß die Kraft des Geldes, so groß ist meine Kraft. Die Eigenschaften des Geldes sind meine – seines Besitzers – Eigenschaften und Wesenskräfte. Das was ich bin und vermag ist also keineswegs durch meine Individualität bestimmt. Ich bin häßlich, aber ich kann mir die schönste Frau kaufen. Also bin ich nicht häßlich, denn die Wirkung der Häßlichkeit, ihre abschreckende Kraft ist durch das Geld vernichtet. Ich – meiner Individualität nach – bin lahm, aber das Geld verschafft mir 24 Füsse; ich bin also nicht lahm; ich bin ein schlechter, unehrlicher, gewissenloser, geistloser Mensch, aber das Geld ist geehrt, also auch sein Besitzer. Das Geld ist das höchste Gut, also ist sein Besitzer gut, das Geld überhebt mich überdem der Mühe unehrlich zu sein, ich werde also als ehrlich präsumirt; ich bin geistlos, aber das Geld ist der wirkliche Geist aller Dinge, wie sollte sein Besitzer geistlos sein? Zudem kann er sich die Geistreichen Leute kaufen und wer die Macht über d[en] Geistreichen hat, ist der nicht geistreicher als der Geistreiche? Ich, der durch das Geld alles, wonach ein menschliches Herz sich sehnt, vermag, besitze ich nicht alle menschlichen Vermögen? Verwandelt also mein Geld nicht alle meine Unvermögen in ihr Gegentheil?

Wenn das Geld das Band ist, das mich an das menschliche Leben, das mir die Gesellschaft, das mich mit der Natur und d[em] Menschen verbindet, ist das Geld nicht das Band aller Bande? Kann es nicht alle Bande lösen und binden? Ist es darum nicht auch das allgemeine Scheidungsmittel? Es ist die wahre || Scheidemünze, wie das wahre Bindungsmittel, die g[alvan]ochemische Kraft der Gesellschaft.

Shakespeare hebt an dem Geld besonders 2 Eigenschaften heraus.

1) Es ist die sichtbare Gottheit, die Verwandlung aller menschlichen und natürlichen Eigenschaften in ihr Gegentheil, die allgemeine Verwechslung und Verkehrung der Dinge; es verbrüdert Unmöglichkeiten;

2) Es ist die allgemeine Hure, der allgemeine Kuppler der Menschen und Völker.

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Thomas Sowell

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